Du möchtest mit dem Drohnenfliegen anfangen und fragst dich, welche Drohne du kaufen solltest?
Dann kann ich dir gleich zu Beginn einen wichtigen Tipp geben:
Deine erste Drohne muss weder die neueste noch die teuerste Drohne auf dem Markt sein.
Viel wichtiger ist, dass sie zu dir, deinem Budget und dem passt, was du mit ihr machen möchtest.
Gerade als Einsteiger lässt man sich schnell von technischen Daten beeindrucken: 4K, 50 Megapixel, LiDAR, ActiveTrack, große Sensoren, immer längere Flugzeiten und immer neue Assistenzsysteme. Das alles kann praktisch sein. Aber es macht eine Drohne nicht automatisch zur besten Drohne für dich.
Für Einsteiger finde ich die leichte Klasse bis 249 Gramm besonders interessant. Die Drohnen sind kompakt, einfach zu transportieren und bieten inzwischen eine beeindruckende technische Ausstattung.
Wenn du 2026 eine aktuelle und sehr gut ausgestattete Drohne suchst, würde ich mir insbesondere zwei Modelle ansehen: DJI Lito X1 und DJI Mini 5 Pro. Dabei habe ich persönlich einen ziemlich klaren Favoriten.

Meine persönliche Empfehlung: DJI Lito X1
Wenn mich heute jemand fragen würde: „Welche aktuelle Drohne würdest du einem Anfänger empfehlen?“ würde ich sehr schnell bei der DJI Lito X1 landen.
Ich fliege die Lito X1 selbst regelmäßig und obwohl ich auch andere Drohnen kenne und geflogen bin, ist sie bis heute meine Lieblingsdrohne.
Das liegt nicht daran, dass sie in irgendeiner Tabelle überall den höchsten Wert erreicht. Es ist das Gesamtpaket.
Sie ist klein, leicht, schnell einsatzbereit, besitzt eine sehr gute Kamera und bietet gleichzeitig zahlreiche Assistenz- und Sicherheitssysteme. Vor allem aber gefällt mir ihr Flugverhalten.
Was mich immer wieder beeindruckt: ihre Flugstabilität
Ein Punkt wird in technischen Vergleichen meiner Meinung nach häufig unterschätzt: Wie fühlt sich eine Drohne eigentlich beim Fliegen an?
Gerade für Anfänger ist das enorm wichtig. Ich bin mit meiner Lito X1 auch schon bei deutlich spürbaren Windböen geflogen und bin immer wieder beeindruckt davon, wie ruhig sie dabei in der Luft steht und ihre Position hält.
Von kleinen und leichten Drohnen kenne ich das durchaus anders. Wenn eine Böe kommt und die Drohne plötzlich sichtbar versetzt wird, kann das einen unerfahrenen Piloten schnell nervös machen.
Bei der Lito X1 habe ich dagegen immer wieder das Gefühl: Die steht einfach da.
Natürlich bedeutet das nicht, dass Wind mit dieser Drohne kein Thema mehr ist. Auch die Lito X1 hat physikalische Grenzen. Wind und insbesondere starke Böen dürfen niemals unterschätzt werden. Auch muss immer bedacht werden, dass der Rückflug gegen den Wind deutlich mehr Energie benötigen kann als der Hinflug.
Aber aus meiner persönlichen Flugerfahrung vermittelt mir die Lito X1 ein ausgesprochen ruhiges und kontrollierbares Fluggefühl. Und genau das halte ich für einen Anfänger für sehr wertvoll.
Sicherheit ist für Einsteiger wichtiger als Rekordwerte
Ein Anfänger macht Fehler. Das gehört zum Lernen dazu. Man verschätzt sich bei einem Abstand, konzentriert sich zu lange auf das Kamerabild oder übersieht ein Hindernis.
Deshalb halte ich die umfangreiche Hinderniserkennung der Lito X1 für einen großen Vorteil. Sie besitzt ein omnidirektionales Sichtsystem und zusätzlich ein nach vorne gerichtetes LiDAR.
Damit kann die Drohne Hindernisse in mehreren Richtungen erkennen und den Piloten beim sicheren Fliegen unterstützen.
Aber auch hier gilt: Hinderniserkennung ist ein Assistenzsystem und kein Unfallschutz.
Dünne Äste, Stromleitungen, kleine Hindernisse oder schwierige Lichtverhältnisse können auch moderne Sensorsysteme vor Probleme stellen. Als Pilot bleibst du verantwortlich. Trotzdem schafft ein gutes Erkennungssystem zusätzliche Sicherheitsreserven – und die halte ich gerade während der ersten Flugstunden für sinnvoll.
Die Kamera der Lito X1
Auch bei der Kamera musst du als Einsteiger kaum Kompromisse eingehen. Die Lito X1 besitzt einen 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor mit bis zu 48 Megapixeln.
Sie ermöglicht unter anderem:
- HDR-Video mit bis zu 4K/60 fps
- Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 4K/100 fps
- 10-Bit D-Log M
- verschiedene intelligente Aufnahmemodi
Für normale Landschaftsaufnahmen, Urlaubsvideos, YouTube und die ersten Schritte in der Luftbildfotografie bietet die Kamera meiner Meinung nach mehr als genug Möglichkeiten. Wenn du mit dem Drohnenfliegen gerade erst anfängst, wird die Kamera wahrscheinlich sehr lange nicht der begrenzende Faktor sein.
Weitere Funktionen, die ich bei der Lito X1 mag
Neben der Hinderniserkennung bietet die Lito X1 weitere Funktionen, die das Fliegen angenehmer machen:
- ActiveTrack
- intelligente Return-to-Home-Funktionen
- Speicherung der Flugroute unter geeigneten Bedingungen
- DJI O4 Videoübertragung
- 42 GB interner Speicher
- bis zu 36 Minuten Flugzeit mit dem Standardakku
Gerade der interne Speicher ist praktisch. Eine vergessene Speicherkarte bedeutet dadurch nicht automatisch, dass du keine Aufnahmen machen kannst.
Wichtig: Standardakku und Plus-Akku unterscheiden
Bei der Lito X1 solltest du beim Kauf genau auf die jeweilige Variante achten. Die normalen europäischen Lito-X1-Combos werden als C0-Versionen angeboten. Mit dem Standardakku bleibt die Drohne in der besonders interessanten Gewichtsklasse unter 250 Gramm.
Daneben gibt es jedoch auch eine Fly More Combo Plus. Diese Variante verwendet einen größeren Akku und ist in Europa als C1 klassifiziert. Das ist für einen Einsteiger ein wichtiger Unterschied.
Wenn du bewusst eine leichte C0-Drohne kaufen möchtest, solltest du deshalb nicht einfach irgendeine Lito-X1-Combo bestellen, sondern auf die genaue Ausführung achten. Für meine Einsteigerempfehlung beziehe ich mich auf die C0-Variante mit Standardakku.
Und was kann die DJI Mini 5 Pro besser?
Die Mini 5 Pro ist technisch noch einmal eine andere Hausnummer. Ihr größter Vorteil ist für mich eindeutig die Kamera. Sie besitzt einen 1-Zoll-CMOS-Sensor mit 50 Megapixeln. Damit bietet sie vor allem Fotografen und Videofilmern zusätzliche Möglichkeiten.
- 1-Zoll-CMOS-Sensor
- 50 Megapixel
- HDR-Video bis 4K/60 fps
- Zeitlupe bis 4K/120 fps
- omnidirektionale Hinderniserkennung
- vorwärtsgerichtetes LiDAR
- O4+ Videoübertragung
- 42 GB internen Speicher
- bis zu 36 Minuten Flugzeit mit dem Standardakku
- eine Gimbal-Rotation von bis zu 225 Grad
Die Mini 5 Pro ist damit eine beeindruckende Kameradrohne. Aber genau deshalb würde ich einem Anfänger eine Frage stellen: Brauchst du das wirklich?
DJI Lito X1 oder Mini 5 Pro?
Hier einmal die wichtigsten Unterschiede:
| Merkmal | DJI Lito X1 | DJI Mini 5 Pro |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Einsteiger / Allrounder | ambitionierte Foto- und Videopiloten |
| Gewicht mit Standardausstattung | unter 249 g | 249 g |
| C-Klasse in der empfohlenen EU-Version | C0 | C0 |
| Kamerasensor | 1/1,3″ CMOS | 1″ CMOS |
| Fotoauflösung | bis 48 MP | bis 50 MP |
| HDR-Video | bis 4K/60 fps | bis 4K/60 fps |
| 4K-Zeitlupe | bis 100 fps | bis 120 fps |
| Hinderniserkennung | omnidirektional + LiDAR | omnidirektional + LiDAR |
| Flugzeit mit Standardakku | bis 36 Min. | bis 36 Min. |
| Interner Speicher | 42 GB | 42 GB |
| Videoübertragung | DJI O4 | DJI O4+ |
Auf dem Papier liegen beide Drohnen erstaunlich nah beieinander. Die Mini 5 Pro spielt ihren größten Vorteil aus, wenn die Bildqualität einen besonders hohen Stellenwert für dich hat. Der 1-Zoll-Sensor bietet mehr Reserven, insbesondere bei schwierigeren Lichtverhältnissen und bei anspruchsvollerer Foto- und Videobearbeitung.
Für jemanden, der hauptsächlich lernen möchte, eine Drohne sicher zu fliegen und nebenbei schöne Luftaufnahmen machen möchte, halte ich diesen Vorteil aber nicht zwangsläufig für entscheidend.
Mehr Technik macht dich nicht automatisch zum besseren Piloten
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt meiner Empfehlung. Wenn du deine ersten Starts und Landungen übst, spielt es praktisch keine Rolle, ob deine Drohne Zeitlupe mit 100 oder 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Auch ein 1-Zoll-Sensor hilft dir nicht dabei, eine saubere Landung zu lernen.
Viel wichtiger ist zunächst:
- Orientierung halten
- Entfernungen richtig einschätzen
- Wind beurteilen
- ruhig auf unerwartete Situationen reagieren
- saubere Starts und Landungen durchführen
- die Drohne ohne Assistenzfunktionen kontrollieren können
- Akkustand und Rückflugreserve richtig einschätzen
Diese Fähigkeiten lernst du nur durch Fliegen. Eine teurere Drohne ersetzt keine Flugerfahrung.
Es muss überhaupt nicht die neueste Drohne sein
Und damit kommen wir zu einem Punkt, den ich Einsteigern ausdrücklich ans Herz legen möchte: Schau dir auch ältere Modelle an.
Hersteller bringen regelmäßig neue Generationen auf den Markt. Die neue Drohne bekommt einen besseren Sensor, eine neue Funkübertragung, etwas mehr Flugzeit oder eine zusätzliche Assistenzfunktion. Dadurch wird das Vorgängermodell aber nicht plötzlich schlecht.
Eine Drohne, die vor zwei oder drei Jahren hervorragende Luftaufnahmen gemacht hat, macht heute nicht plötzlich schlechte Bilder, nur weil ein Nachfolger erschienen ist. Gerade als Einsteiger kannst du deshalb mit einem älteren Modell sehr viel Geld sparen.
Auch der Gebrauchtmarkt kann sich lohnen
Noch interessanter kann ein Blick auf den Gebrauchtmarkt sein. Viele Drohnenpiloten kaufen regelmäßig neue Modelle und verkaufen ihre bisherigen Drohnen anschließend. Dadurch findest du teilweise sehr gut ausgestattete Geräte zu deutlich niedrigeren Preisen.
Für einen Einsteiger kann das eine hervorragende Möglichkeit sein. Warum solltest du beispielsweise einen hohen Betrag für das aktuelle Spitzenmodell bezahlen, wenn ein gut erhaltenes Vorgängermodell bereits alles bietet, was du benötigst?
Du kannst das gesparte Geld möglicherweise sinnvoller investieren: in zusätzliche Akkus, eine gute Transporttasche, ND-Filter oder einfach in Ausflüge, bei denen du Flugerfahrung sammelst.
Älter bedeutet nicht automatisch schlechter
Lass dich beim Kauf nicht zu sehr von Modellnummern beeinflussen. Eine ältere DJI Mini kann auch 2026 noch eine hervorragende Drohne sein.
Vielleicht besitzt sie keine omnidirektionale Hinderniserkennung. Vielleicht hat sie keinen 1-Zoll-Sensor. Vielleicht kann sie keine 4K-Zeitlupe mit 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Aber wenn du damit bei gutem Wetter Landschaften fotografieren, Urlaubsvideos aufnehmen und das Fliegen lernen möchtest, kann sie trotzdem vollkommen ausreichend sein.
Stelle dir deshalb nicht zuerst die Frage: „Welche Drohne ist momentan die beste?“ Sondern: „Was möchte ich eigentlich mit meiner Drohne machen?“
Worauf solltest du beim Gebrauchtkauf achten?
Eine gebrauchte Drohne solltest du natürlich etwas genauer prüfen. Achte insbesondere auf:
- den allgemeinen Zustand des Gehäuses
- Beschädigungen oder Reparaturspuren an den Armen
- Zustand der Motoren und Propeller
- Funktion des Gimbals und der Kamera
- Funktion vorhandener Hindernissensoren
- Zustand der Fernsteuerung und vorhandenes Zubehör
- Zustand und Alter der Akkus
- nachvollziehbare Herkunft des Geräts
Wenn möglich, solltest du die Drohne vor dem Kauf einschalten und einen Probeflug durchführen. Achte darauf, ob der Gimbal sauber initialisiert, die Drohne stabil schwebt und ungewöhnliche Geräusche oder Warnmeldungen auftreten.
Besonders wichtig bei gebrauchten Drohnen: die Akkus
Beim Gebrauchtkauf würde ich den Akkus besondere Aufmerksamkeit schenken. Ein Angebot mit drei Akkus sieht zunächst attraktiv aus. Wenn alle drei Akkus allerdings bereits stark gealtert sind, relativiert sich der Preis schnell.
Achte deshalb auf den Zustand der Akkus und – sofern die jeweilige Software diese Informationen bereitstellt – auf Ladezyklen und Auffälligkeiten. Ein Akku darf nicht aufgebläht oder sichtbar beschädigt sein. Im Zweifel solltest du die Kosten für einen Ersatzakku bereits beim Kaufpreis berücksichtigen.
Eine günstigere Drohne kann die bessere Einsteigerdrohne sein
Es gibt noch einen psychologischen Punkt. Wer gerade eine sehr teure Drohne gekauft hat, hat bei seinen ersten Flügen möglicherweise ständig Angst: „Bloß nichts kaputt machen.“ Das kann das Lernen sogar erschweren.
Natürlich sollst du mit jeder Drohne vorsichtig umgehen. Aber eine vernünftig ausgewählte gebrauchte oder günstigere Drohne kann einem Einsteiger auch die Freiheit geben, tatsächlich zu üben: Starten. Landen. Schweben. Achten fliegen. Entfernungen einschätzen. Orientierung verlieren und wiederfinden.
Genau dadurch entsteht Erfahrung.
Welche Drohne würde ich 2026 also kaufen?
Wenn du mich nach einer aktuellen neuen Drohne für Einsteiger fragst, bleibt meine persönliche Empfehlung:
DJI Lito X1
Für mich bietet sie momentan ein sehr gelungenes Gesamtpaket. Sie ist klein und leicht, besitzt eine hervorragende Kamera, umfangreiche Assistenzsysteme und bietet ein Flugverhalten, das mir persönlich besonders gut gefällt.
Gerade ihre Stabilität hat mich inzwischen mehrfach überzeugt. Dass eine so leichte Drohne auch bei spürbaren Windböen derart ruhig ihre Position halten kann, ist für mich ein echtes Argument. Nicht weil du deshalb bei beliebigem Wind fliegen solltest. Sondern weil ein ruhiges und berechenbares Flugverhalten einem Anfänger Sicherheit gibt.
DJI Mini 5 Pro
Wenn Foto und Video für dich einen besonders hohen Stellenwert haben und dein Budget entsprechend größer ist, würde ich mir die Mini 5 Pro ansehen. Der 1-Zoll-Sensor ist ihr großes Argument.
Wer viel fotografiert, hochwertige Videos produziert oder später intensiver in die Bildbearbeitung einsteigen möchte, erhält hier eine außergewöhnlich leistungsfähige kleine Kameradrohne. Für die ersten Flugstunden brauchst du diese Mehrleistung allerdings nicht zwingend.
Und wenn mein Budget kleiner ist?
Dann würde ich ganz bewusst nicht versuchen, irgendwie das neueste Modell zu finanzieren. Sieh dir Vorgängermodelle an. Sieh dir generalüberholte Geräte an. Schau auf dem Gebrauchtmarkt. Vergleiche Ausstattung und Zustand.
Eine gute gebrauchte Drohne kann die wesentlich vernünftigere erste Drohne sein. Vielleicht stellst du nach einem Jahr sogar fest, welche Funktionen dir wirklich wichtig sind. Dann kannst du deine nächste Drohne viel gezielter auswählen.
Mein Fazit
Die perfekte Einsteigerdrohne gibt es nicht. Wenn ich 2026 aber eine aktuelle Drohne empfehlen soll, ist die DJI Lito X1 mein persönlicher Favorit.
Nicht weil sie in jedem technischen Punkt die beste Drohne auf dem Markt ist. Sondern weil für mich das Gesamtpaket stimmt:
geringes Gewicht, gute Kamera, umfangreiche Sicherheitssysteme, lange Flugzeit und vor allem ein ruhiges, berechenbares Flugverhalten.
Die DJI Mini 5 Pro ist die spannendere Wahl, wenn Foto und Video bei dir ganz oben auf der Prioritätenliste stehen und du bereit bist, dafür mehr Geld auszugeben.
Aber lass dich nicht von den neuesten Modellen unter Druck setzen. Eine ältere oder gebrauchte Drohne kann für dich genauso richtig sein.
Denn gerade am Anfang ist nicht entscheidend, ob du den neuesten Sensor und die längste Ausstattungsliste besitzt. Entscheidend ist, dass du rausgehst, fliegst und Erfahrung sammelst.
Die beste Einsteigerdrohne ist die Drohne, mit der du dich wohlfühlst, die zu deinem Einsatzzweck passt und mit der du gerne fliegen lernst.
